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Intel geht aufs Ganze: 52 Cores und 288 MiByte Cache für Spieler

Verfasst: Sonntag 21. Dezember 2025, 13:47
von ww_michael
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Intel lässt auf Core Ultra 200 ("Arrow Lake") und Core Ultra 200 Plus ("Arrow Lake Refresh") die Core Ultra 400 ("Nova Lake") als "Next-Gen" folgen. Ein potenzieller Core Ultra 9 485K soll mit 52 Cores und 288 MiByte Zusatz-Cache glänzen.

Im Desktop-PC lässt Intel auf die aktuellen Core Ultra 200 ("Arrow Lake-S") und die Core Ultra 200 Plus ("Arrow Lake Refresh"), die auf der CES 2026 präsentiert werden, die Core Ultra 400 ("Nova Lake-S"), welche offiziell für 2026 bestätigt worden sind, als echte "Next-Gen" folgen und geht dabei dem Vernehmen nach aufs Ganze. So könnte ein potenzieller Intel Core Ultra 9 485K mit insgesamt 52 Prozessorkernen sowie einem 288 MiByte großen Big Last Level Cache ("bLLC") daherkommen.
Bis zu 52 Prozessorkerne bei 150 Watt

Wie bereits zuvor durchgesickert war, soll Intel für das Spitzenmodell der nächsten großen Core-Generation mit 16 P-Cores, 32 E-Cores und zusätzlich noch 4 LPE-Cores planen, was demnach 52 Prozessorkerne für den potenziellen Intel Core Ultra 9 485K zur Folge hätte. Intel Hyper-Threading ("HT") wird auch in dieser Generation nicht eingesetzt und gehört vorerst der Vergangenheit an. Die Standard-TDP soll in Anbetracht der zahlreichen Prozessorkerne von 125 auf 150 Watt steigen.

Core Ultra 9 4xxK: 52 Prozessorkerne (16P+32E+4LPE) + 288 MiByte bLLC*
Core Ultra 9 4xxK: 42 Prozessorkerne (14P+24E+4LPE) + 288 MiByte bLLC*
Core Ultra 7 4xxK: 28 Prozessorkerne (8P+16E+4LPE) + 144 MiByte bLLC*
Core Ultra 7 4xxK: 24 Prozessorkerne (8P+12E+4LPE) + 144 MiByte bLLC*

Während sich die Core Ultra 9 4xxK aus zwei Compute Tiles zusammensetzen und über insgesamt 288 MiByte (2 × 144 MiByte) Zusatz-Cache verfügen sollen, besitzen die Core Ultra 7 4xxK demnach lediglich ein einziges Compute Tile und damit die Hälfte an Big Last Level Cache ("bLLC").

Neue P-Cores und neue E-Cores im neuen Sockel

Während Core Ultra 200 ("Arrow Lake-S") wie Core Ultra 200V ("Lunar Lake") sowohl auf neue P-Cores ("Lion Cove") als auch neue E-Cores ("Skymont") setzen wird, werden die Core Ultra 400 ("Nova Lake-S") abermals neue Performance- und Efficiency-Cores mit neuen Codenamen, "Panther Cove" sowie "Arctic Wolf", einführen. Als Sockel kommt der neue Intel LGA-1954 zum Einsatz, welcher DDR5 mit 8.000 MT/s unterstützen soll, wenn ein Speicherriegel pro Kanal eingesetzt wird.
Panther Lake und Nova Lake übernehmen 2026

Seit der Einführung seiner Hybrid-Architekturen mit P-Cores und E-Cores durch die Core-i-12000 ("Alder Lake") im Jahr 2021 fährt Intel vermehrt die Strategie, gewisse CPU-Architekturen ausschließlich auf Effizienz und damit für mobile Endgeräte zu optimieren. Arrow Lake, Arrow Lake Refresh und Nova Lake werden als "S-Serie", optimiert für den Desktop, und "H(X)-Serie", speziell für Notebooks, allerdings abermals beide Welten adressieren und als "U-Serie" auch für besonders leichtgewichtige Ultra-Mobiles ausgelegt sein. Die cTDP bewegt sich dementsprechend einmal mehr bei 15 bis 150 Watt PBP/PL1.

Intel Core Ultra 400 ("Nova Lake-S") wird gegen AMD Ryzen X - oder Ryzen 10000 - alias "Olympic Ridge" oder "Medusa Ridge" antreten müssen, welche nach aktuellem Stand mit bis zu 24 Prozessorkernen auf Basis der Zen-6-Architektur ("Morpheus") und möglicherweise zusätzlichen LP-Cores auf Basis von Zen 5c ("Prometheus") antreten werden. Das Duell wird aber voraussichtlich erst Ende 2026 steigen.

Diverse Patches für den Linux-Kernel, welche sich unter anderem auf den Compiler, den GDM ("Graphics Media Descriper"), XMX-Instruktionen und Microscaling-Formate wie MXFP4 und MXFP8 zur KI-Beschleunigung beziehen, nennen sowohl "Xe 3" als auch die leistungsstärkere Ausbaustufe "Xe 3P" für "Nova Lake-S". Die Website VideoCardz spricht von einer Mischung aus Xe 3 und Xe 3P, wie eigene Informationsquellen auf Nachfrage der Website bestätigt hätten.