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Wer ein Android-Tablet hat, sollte laut Google eine Sache überprüfen

Verfasst: Freitag 27. Februar 2026, 01:53
von ww_michael
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Malware wird mit Android-Tablets direkt nach Hause geliefert.

Sicherheitsforscher von Kaspersky schlagen Alarm: Eine neue, aggressive Malware namens „Keenadu“ wird auf einigen Android-Tablets bereits ab Werk mitgeliefert. Seit Februar 2026 wurden weltweit über 13.000 Infektionen registriert, wobei Deutschland neben Russland und Japan zu den am stärksten betroffenen Ländern zählt. Die Schadsoftware kann Angreifern im schlimmsten Fall weitreichende Kontrolle über die Geräte verschaffen.

Gefahr für Android-Tablets: Jetzt spricht Google

Google hat gegenüber Android Authority ein Statement zur Malware-Gefahr abgegeben. Der Konzern stellt hier klar, dass Google Play Protect ausreicht, um euch zu schützen. Der automatisch aktivierte Sicherheitsdienst würde Nutzer vor betroffenen Apps warnen und diese deaktivieren, egal woher diese stammen.

Google empfiehlt Nutzern daher, zu überprüfen, ob ihr Gerät „Play Protect-zertifiziert“ ist, um sicherzugehen, dass der Schutz aktiv ist (Quelle: Android Authority).
Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Das Besondere an Keenadu ist, dass die Software auf mehreren Wegen auf die Geräte gelangt. Am kritischsten ist die Infektion direkt in der Lieferkette, bei der die Malware in die Firmware (das grundlegende Betriebssystem des Tablets) integriert wird. Einmal aktiv, könne Keenadu dann auch unbemerkt weitere Apps installieren und ihnen Berechtigungen erteilen.

Laut Kaspersky kann sie aber auch in System-Apps oder in infizierten Apps aus Android-App-Stores versteckt sein. Die Folgen unterscheiden sich stark. Keenadu würde vor allem für Werbebetrug eingesetzt. Allerdings könne die Malware im schlimmsten Fall auch private Daten wie Banking-Zugangsdaten, Nachrichten, Medien oder den Standort auszuspähen.

Wer diese Pixel-Handys nutzt, muss sich auf Änderungen einstellen

Android Authority geht davon aus, dass größere Hersteller von Android-Tablets von der neuen Malware-Masche verschont geblieben sind. Wer allerdings ein günstigeres Tablet, von einem weniger bekannten Hersteller gekauft hat, sollte überprüfen, ob Google das Gerät schützt und darauf achten, neue Software-Updates herunterzuladen.