Big Battlemage: Zwei neue Arc-Grafikkarten mit viel Speicher für KI
Verfasst: Mittwoch 25. März 2026, 14:39
Intel bringt Big Battlemage: Der BMG-G31-Chip soll für rund 1000 US-Dollar mehr Rechenleistung und doppelten Grafikspeicher für (KI-)Workstations bereitstellen.

Intel bringt zwei neue Arc-Pro-Grafikkarten für Workstations: Die Arc Pro B70 und die schwächere Arc Pro B65. Sie steuern jeweils 32 GByte Grafikspeicher an und eignen sich damit für den speicherfressenden Einsatz als KI-Beschleuniger. Die B65 soll es ausschließlich als Designs von Intels Grafikkartenpartnern wie Asrock, Sparkle, Gunnir, Maxsun und Lenovo geben. Von der Arc Pro B70 will Intel auch Karten unter eigenem Namen für rund 1000 US-Dollar verkaufen – inklusive Währungsumrechnung und Steuern dürften das in Deutschland circa 1050 bis 1100 Euro werden.
Geht es nach Intel, ist die Arc Pro B70 in den verschiedenen Tests der SPECviewperf15-Suite zwischen vier und 69 Prozent schneller als die bereits verfügbare Arc Pro B60 mit kleinerer GPU. Zur neuen Pro B65 gibt es keine Performanceangaben vorab, aber der BMG-G31-Grafikchip ist hier mit derselben Rechenleistung wie bei der Pro B60 konfiguriert und nutzt auch dasselbe obere Limit bei der elektrischen Leistungsaufnahme. Hier könnte sich der schnellere und größere Speicher oder die doppelt so schnelle Systemschnittstelle positiv auswirken, denn anders als die Vorgänger mit BMG-G21-Chip hat der große Battlemage ein mit 16 Leitungspaaren voll bestücktes PCIe-5.0-Interface. Sie nutzt zudem 24 statt 32 GByte RAM.
Ansonsten ähneln die technischen Merkmale denen der kleineren Geschwister: vier DisplayPorts 2.1, XMX-Einheiten zur Matrixberechnung für KI-Anwendungen und umfangreiche Videofunktionen zur Entlastung des Prozessors unter anderem in den Codecs H.264, H.265 (HEVC), AV1 und VP9.
Laufen die Arc Pro B65 noch mit 200 Watt Thermal Design Power (TDP), konfiguriert Intel das eigene Arc-Pro-B70-Modell mit 230 Watt. Die Partner haben hier einen größeren Spielraum von 160 bis 290 Watt, um auch andere Kartengrößen als die Doppelslot-Bauform in voller Höhe möglich zu machen.
Intel sagt: „Schneller als Nvidia RTX Pro 4000“
In einigen vorab präsentierten Benchmarks lieferte die Arc Pro B70 laut Intel eine merkbar höhere Leistung als Nvidias RTX Pro 4000. Die Nvidia-Karten haben allerdings eine geringere TDP von nur 140 statt 230 Watt und verfügen auch nur über jeweils 24 GByte Grafikspeicher.
So erlaube der größere Speicher der Arc Pro B70 im Large-Language-Modell Llama 3.1 8B ein bis zu 2,2-mal so großes Kontextfenster pro GPU. Erst bei rund 93.000 Token gehe der Speicher aus. Auch im Benchmark Ministral Instruct 2410 8B übertreffe eine Arc Pro B70 eine RTX Pro 4000 bei gleichzeitigen Zugriffen vieler User um bis zu 83 Prozent im Durchsatz (Token/s), sagt Intel, und sei teils sechsmal schneller mit dem Beginn der Antwort (Time to 1st Token, Zeit bis zum ersten Token).
Beim Einsatz im Viererpack sieht Intel die Arc Pro B70 ebenfalls vorn, zum Beispiel mit Mistral-Small und 24 Milliarden Parametern. Bei all diesen Vergleichen nutzt Intel allerdings das bFloat-16-Format, welches für den Inferencing-Gebrauch inzwischen eher unüblich ist, weil es eben viel Speicherplatz belegt. Häufig wird bereits auf 8, 6 oder sogar 4 Bit quantisiert.
Allerdings gibt es auch Werte mit niedrigerer Präzision: Auch in Qwen3 32B mit FP8 oder DS-R1-Distill-Qwen3 mit INT4-Quantisierung sieht Intel seine Arc Pro B70 deutlich vorn. Genaueres werden erst unabhängige Tests zeigen.

Intel bringt zwei neue Arc-Pro-Grafikkarten für Workstations: Die Arc Pro B70 und die schwächere Arc Pro B65. Sie steuern jeweils 32 GByte Grafikspeicher an und eignen sich damit für den speicherfressenden Einsatz als KI-Beschleuniger. Die B65 soll es ausschließlich als Designs von Intels Grafikkartenpartnern wie Asrock, Sparkle, Gunnir, Maxsun und Lenovo geben. Von der Arc Pro B70 will Intel auch Karten unter eigenem Namen für rund 1000 US-Dollar verkaufen – inklusive Währungsumrechnung und Steuern dürften das in Deutschland circa 1050 bis 1100 Euro werden.
Geht es nach Intel, ist die Arc Pro B70 in den verschiedenen Tests der SPECviewperf15-Suite zwischen vier und 69 Prozent schneller als die bereits verfügbare Arc Pro B60 mit kleinerer GPU. Zur neuen Pro B65 gibt es keine Performanceangaben vorab, aber der BMG-G31-Grafikchip ist hier mit derselben Rechenleistung wie bei der Pro B60 konfiguriert und nutzt auch dasselbe obere Limit bei der elektrischen Leistungsaufnahme. Hier könnte sich der schnellere und größere Speicher oder die doppelt so schnelle Systemschnittstelle positiv auswirken, denn anders als die Vorgänger mit BMG-G21-Chip hat der große Battlemage ein mit 16 Leitungspaaren voll bestücktes PCIe-5.0-Interface. Sie nutzt zudem 24 statt 32 GByte RAM.
Ansonsten ähneln die technischen Merkmale denen der kleineren Geschwister: vier DisplayPorts 2.1, XMX-Einheiten zur Matrixberechnung für KI-Anwendungen und umfangreiche Videofunktionen zur Entlastung des Prozessors unter anderem in den Codecs H.264, H.265 (HEVC), AV1 und VP9.
Laufen die Arc Pro B65 noch mit 200 Watt Thermal Design Power (TDP), konfiguriert Intel das eigene Arc-Pro-B70-Modell mit 230 Watt. Die Partner haben hier einen größeren Spielraum von 160 bis 290 Watt, um auch andere Kartengrößen als die Doppelslot-Bauform in voller Höhe möglich zu machen.
Intel sagt: „Schneller als Nvidia RTX Pro 4000“
In einigen vorab präsentierten Benchmarks lieferte die Arc Pro B70 laut Intel eine merkbar höhere Leistung als Nvidias RTX Pro 4000. Die Nvidia-Karten haben allerdings eine geringere TDP von nur 140 statt 230 Watt und verfügen auch nur über jeweils 24 GByte Grafikspeicher.
So erlaube der größere Speicher der Arc Pro B70 im Large-Language-Modell Llama 3.1 8B ein bis zu 2,2-mal so großes Kontextfenster pro GPU. Erst bei rund 93.000 Token gehe der Speicher aus. Auch im Benchmark Ministral Instruct 2410 8B übertreffe eine Arc Pro B70 eine RTX Pro 4000 bei gleichzeitigen Zugriffen vieler User um bis zu 83 Prozent im Durchsatz (Token/s), sagt Intel, und sei teils sechsmal schneller mit dem Beginn der Antwort (Time to 1st Token, Zeit bis zum ersten Token).
Beim Einsatz im Viererpack sieht Intel die Arc Pro B70 ebenfalls vorn, zum Beispiel mit Mistral-Small und 24 Milliarden Parametern. Bei all diesen Vergleichen nutzt Intel allerdings das bFloat-16-Format, welches für den Inferencing-Gebrauch inzwischen eher unüblich ist, weil es eben viel Speicherplatz belegt. Häufig wird bereits auf 8, 6 oder sogar 4 Bit quantisiert.
Allerdings gibt es auch Werte mit niedrigerer Präzision: Auch in Qwen3 32B mit FP8 oder DS-R1-Distill-Qwen3 mit INT4-Quantisierung sieht Intel seine Arc Pro B70 deutlich vorn. Genaueres werden erst unabhängige Tests zeigen.