
Ende der Windows-Systemsteuerung scheint besiegelt zu sein. (Bild: Screenshot: Nils Matthiesen)
Ende der Windows-Systemsteuerung scheint besiegelt zu sein. Bild: Screenshot: Nils Matthiesen
Microsoft treibt die Konsolidierung der Benutzeroberfläche von Windows 11 voran. Wie March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, auf der Plattform X offiziell bestätigte, arbeitet sein Team derzeit an der vollständigen Migration aller verbliebenen Funktionen der klassischen Systemsteuerung in die moderne Settings-App. Das Ziel ist eine einheitliche Designsprache, die das seit Jahrzehnten bestehende Nebeneinander zweier Verwaltungsoberflächen beendet.
Die rund 40 Jahre alte Systemsteuerung halten nicht wenige Nutzer für funktional überlegen, insbesondere in den Bereichen Netzwerk- und Druckereinstellungen. Bisher greift Windows 11 beim manuellen Hinzufügen von Hardware oder tiefgreifenden Konfigurationen oft noch auf die Legacy-Tools zurück. Rogers betont jedoch, dass der Prozess bewusst langsam und vorsichtig eingeleitet wird.
Microsoft treibt die Konsolidierung der Benutzeroberfläche von Windows 11 voran. Wie March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, auf der Plattform X offiziell bestätigte, arbeitet sein Team derzeit an der vollständigen Migration aller verbliebenen Funktionen der klassischen Systemsteuerung in die moderne Settings-App. Das Ziel ist eine einheitliche Designsprache, die das seit Jahrzehnten bestehende Nebeneinander zweier Verwaltungsoberflächen beendet.
Im Gegensatz zu MacOS, das alte Treiberunterstützungen zugunsten moderner Standards wie Airprint oft drastisch kappt, legt Microsoft Wert auf Abwärtskompatibilität. Das Team wolle sicherstellen, dass bei der Migration keine Treiber für ältere Netzwerkgeräte oder Drucker unbrauchbar werden, sagte Rogers.
Hürden für Power-User
Ein zentraler Kritikpunkt bleibt die Funktionalität. Während die Settings-App im April neue Design-Updates für Kontodialoge und Pen-Einstellungen erhält, fehlt es ihr laut Nutzerfeedback noch an der Detailtiefe klassischer Werkzeuge wie dem Gerätemanager. Dieser ist nach wie vor essenziell, um Treiber manuell zu installieren oder Rollbacks durchzuführen. Power-User befürchten, dass durch die Vereinfachung der Oberfläche die granulare Kontrolle über das System verloren gehen könnte.
Microsoft steht vor der Herausforderung, die optischen Inkonsistenzen von Windows 11 zu beseitigen, ohne die technische Zuverlässigkeit für Millionen von Altgeräten zu opfern. Wann die Migration vollständig abgeschlossen sein wird, bleibt allerdings weiterhin offen. Die bewusste Entscheidung für einen langsamen Übergang soll jedoch verhindern, dass Windows-Updates zum Brick-Risiko für Hardware werden.

