Gigabyte RTX 5090: Reparatur zeigt mögliche Schwachstelle im Design
Verfasst: Sonntag 10. Mai 2026, 21:56
Eine Reparaturanalyse einer RTX 5090 legt nahe, dass ein unscheinbares Bauteil den Start der Grafikkarte verhindern kann. Es könnten mehrere Gigabyte-Modelle betroffen sein.
Ein aktuelles Reparaturvideo des Youtube-Kanals Northwestrepair analysiert eine defekte RTX 5090 von Gigabyte und liefert Hinweise auf eine mögliche Schwachstelle im Schaltungsdesign. Im gezeigten Fall habe die Grafikkarte nicht mehr gebootet. Laut dem Video seien mehrere Spannungsbereiche wie Speicher und PCIe weiterhin aktiv gewesen, während ausgerechnet die zentrale NVVDD-Schiene für den GPU-Kern gefehlt haben soll.
Die Fehlersuche habe sich auf das Enable-Signal dieser Spannungsversorgung konzentriert, da dieses darüber entscheidet, ob eine Spannungsphase freigeschaltet wird. Im konkreten Fall habe ein Pull-up-Widerstand mit 100 Kiloohm den Signalpegel bestimmt. Laut Analyse im Video habe dieser Wert jedoch sehr nahe an der notwendigen Schaltschwelle gelegen.
Messungen hätten gezeigt, dass die Spannung knapp unterhalb des erforderlichen Wertes lag. Dadurch sei die NVVDD-Schiene nicht aktiviert worden. Der Techniker ersetzte den Widerstand durch ein Bauteil mit geringerem Widerstandswert, wodurch sich die Signalspannung auf rund 1,1 Volt erhöht habe. Dementsprechend hat die Grafikkarte auch wieder ein Bild ausgegeben.
Dieses Problem lässt allerdings vermuten, dass die ursprüngliche Auslegung wenig Spielraum für Bauteiltoleranzen oder Alterung lässt. Liegt eine Schaltung sehr nahe an einer kritischen Schwelle, könnten bereits kleine Abweichungen ausreichen, um eine Funktion zu verhindern. Immerhin können im Laufe der Nutzung thermische Belastung oder Materialeffekte Veränderungen hervorrufen.
Nach Einschätzungen des Reparaturkanals könnte eine ähnliche Schaltung auch in weiteren Gigabyte-Modellen der RTX-5090-Serie verwendet werden. Ob wirklich noch weitere Modelle betroffen sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch unklar.