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AMD Radeon RX 9050 offiziell vorgestellt

Verfasst: Mittwoch 29. Juli 2026, 15:33
von ww_michael
AMD hat sein RDNA-4-Portfolio offiziell um die Radeon RX 9050 erweitert. Die neue Einsteiger-Grafikkarte wird Kunden mit 8 GByte GDDR6-Speicher angeboten und richtet sich vor allem an preisbewusste Spieler. Es gibt aber wohl auch Varianten mit 4 GByte für OEM-Systeme. Parallel zur Vorstellung haben auch erste Boardpartner ihre Modelle präsentiert. Zu den ersten Herstellern gehören ASRock und PowerColor.

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Gerüchte über AMDs neue Radeon RX 9050 Grafikkarte für das Einstiegssegment waren bereits im Mai aufgetaucht. Doch dabei ging man lediglich von 8 GByte VRAM aus. Unabhängig von der Speichervariante setzt AMD auf dieselbe GPU-Konfiguration. Beide Modelle verfügen über 16 Compute Units, 1024 Stream-Prozessoren und einen Boost-Takt von bis zu 2,6 GHz. Die reine Rechenleistung fällt somit identisch aus. Unterschiede ergeben sich jedoch bei der Speicheranbindung, die sich in Spielen deutlich bemerkbar machen dürfte.

Die kleinere Radeon RX 9050 mit 4 GByte GDDR6 nutzt lediglich eine 64 bit breite Speicherschnittstelle, wodurch eine Speicherbandbreite von 144 GByte/s erreicht wird. Die 8-GByte-Version setzt dagegen auf ein 128-bit-Interface und kommt auf 288 GByte/s. Käufer erhalten somit nicht nur doppelt so viel Grafikspeicher, sondern auch die doppelte Speicherbandbreite. Gerade moderne Spiele profitieren erheblich von beiden Faktoren. Während die GPU-Leistung identisch bleibt, könnte die kleinere Variante in vielen aktuellen Titeln deutlich früher an ihre Grenzen stoßen.

In aktuellen Spielen werden selbst bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln häufig mehr als 4 GByte Videospeicher benötigt. Hochauflösende Texturen, komplexe Geometriedaten, Shader-Caches oder Raytracing-Daten belegen schnell den verfügbaren Speicher. Ist der VRAM erschöpft, müssen Daten über den Arbeitsspeicher des Systems nachgeladen werden. Die Folge können schwankende Frametimes, verzögert nachladende Texturen und niedrigere Bildraten sein.

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Hinzu kommt das nur 64 bit breite Speicherinterface der kleineren Version. Auch wenn die RDNA-4-Architektur über moderne Cache-Mechanismen verfügt, lässt sich die deutlich geringere Speicherbandbreite nicht in jedem Szenario kompensieren. Für Gaming dürfte die 8-GByte-Version deshalb die wesentlich interessantere Wahl sein.

Mit der offiziellen Vorstellung haben auch die ersten Boardpartner ihre Produkte veröffentlicht. ASRock bietet die Radeon RX 9050 Challenger vorrangig 8 GByte Speicher an, soll Berichten zufolge aber auch OEM-Versionen mit 4 GByte listen. Beide Karten besitzen einen Dual-Fan-Kühler, einen einzelnen 8-Pin-PCIe-Stromanschluss sowie eine empfohlene Netzteilleistung von 450 Watt für das Gesamtsystem. Auch PowerColor hat mit der Reaper AMD Radeon RX 9050 ein 8-GByte-Modell dieser AMD-Grafikkarte vorgestellt und erweitert damit sein Einsteigerportfolio auf Basis der RDNA-4-Architektur.

AMD hat die Radeon RX 9050 zwar offiziell eingeführt, Details zu den Preisen der einzelnen Boardpartner sowie zur regionalen Verfügbarkeit können je nach Markt variieren. Während die 4-GByte-Version vor allem für günstige Komplettsysteme und E-Sport-PCs interessant sein dürfte, richtet sich die 8-GByte-Ausführung klar an Spieler, die aktuelle Titel in FullHD ohne gravierende Speicherengpässe genießen möchten.

Quelle: Pressemitteilung