
AMD erweitert sein Grafikkarten-Portfolio nach unten und bereitet den Start der Radeon RX 9050 vor. Die neue Einsteiger-GPU basiert auf dem Navi-44-Chip, richtet sich an Full-HD-Gaming und zeichnet sich durch eine besonders niedrige Leistungsaufnahme aus.
Mit der Radeon RX 9050 plant AMD künftig das Einsteigersegment zu bedienen. Das Modell basiert technisch auf einem teilaktivierten Navi-44-Grafikprozessor. Zielgruppe sind Anwender, die Spiele in der 1080p-Auflösung bei mittleren Detailstufen nutzen möchten. Dank einer vergleichsweise geringen Leistungsaufnahme (TDP) von lediglich 92 Watt dürfte für die Stromversorgung ein einzelner 8-Pin-Anschluss ausreichen.
RX 9050: Technik ist deutlich verschlankt
Im Vergleich zur höher positionierten Radeon RX 9060 fällt die technische Ausstattung spürbar schlanker aus. Statt 28 CUs stehen bei der RX 9050 lediglich 16 Compute Units zur Verfügung. Entsprechend halbiert sich auch die Zahl der Textur- und KI-Einheiten auf 64 beziehungsweise 32 Einheiten. Die Taktraten werden mit rund 1,92 GHz im Game-Clock und bis zu 2,6 GHz im Boost-Takt angegeben.
Doch wie steht es um die Leistung? In einem ersten Test auf der japanischen Plattform Hermitage Akihabara zeigt sich, dass die RX 9050 in FullHD deutlich hinter der RX 9060 und RTX 5050 liegt. Demnach landet die neue Radeon GPU in Final Fantasy XIV 19 Prozent hinter der RTX 5050, in APEX Legends liegt der Unterschied bei 24 Prozent. In Rainbow Six Siege schlägt die RTX 5050 die RX 9050 um 15 Prozent. Die Leistungsdifferenz schmilzt, sobald in höheren Auflösungen gespielt wird. Jedoch ist es fraglich, wer mit einer solchen GPU überhaupt in höheren Auflösungen spielen möchte.
8 GB Videospeicher mit 128 Bit Speicherinterface
Bei der Speicherausstattung setzt das Standardmodell auf 8 GB GDDR6-VRAM, der über ein 128-Bit-Interface angebunden ist. Daraus ergibt sich eine Bandbreite von bis zu 288 GB/s, ergänzt durch 32 MB Infinity Cache. Für Verwirrung sorgte kürzlich der Partner ASRock, der zeitweise eine Variante mit nur 4 GB VRAM und halbiertem 64-Bit-Speicherinterface listete.
Der Marktstart des 8-GB-Modells, etwa in Form der ASRock Challenger, soll vorerst nur in Asien und Lateinamerika erfolgen. Ob und wann die Einsteiger-Karte offiziell in Europa erscheinen wird, bleibt vorerst unklar.

