Anno 117 im Technik-Check: Starker Eindruck mit Grafik auf Next-Gen-Niveau [Update]

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ww_michael
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Anno 117 im Technik-Check: Starker Eindruck mit Grafik auf Next-Gen-Niveau [Update]

Beitrag: # 4315Beitrag ww_michael »

Auf der Gamescom 2025 zeigte sich Anno 117: Pax Romana technisch und spielerisch stark verändert. Hübsche Beleuchtung, neues Terrain-Rendering und ein Göttersystem erweitern den klassischen Aufbau-Loop um frische Strategie-Elemente.

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Auf der Gamescom 2025 konnten wir Anno 117: Pax Romana rund eine Stunde lang anspielen - und schnell zeigte sich, dass Ubisoft Mainz die Reihe spürbar erweitert. Neben dem vertrauten Siedlungsaufbau fallen sofort die Neuerungen ins Auge: flexible Straßen und Gebäude jenseits des 90-Grad-Rasters, ein Forschungs- und Göttersystem mit direkten Effekten auf Produktion und Expansion sowie erstmals wieder Landmilitär samt Belagerungen. Das wirkt im ersten Eindruck weniger wie eine radikale Abkehr, sondern eher wie eine konsequente Öffnung in Richtung Strategiespiele à la Age of Empires oder Total War. Aber zunächst einmal zu den technischen Eindrücken.



Technik-Check

Anno 117: Pax Romana startet nicht in einer neutralen Sandbox, sondern gleich mit einer Entscheidung: Latinum ("Italien") oder Albion ("Britannien"). Die römische Kernprovinz Latium spielt sich vertrauter - mediterranes Klima, fruchtbare Felder, helle Steinarchitektur, Sonnenschein. In Albion hingegen dominiert eine rauere Landschaft: Wälder, Sümpfe und keltische Stämme, die sich nicht ohne Weiteres den Römern fügen. Als Spieler übernimmt man wie gewohnt die Rolle des Statthalters, also nicht die absolute Kontrolle über das Reich, sondern die Verwaltung einer Provinz unter den Augen des Kaisers.

Grafikeindruck von Anno 117
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Grafisch ist Anno 117 eine Wucht. Es gibt mit Latium und Albion nicht nur zwei sehr unterschiedliche Szenarien, sondern obendrein generell sehr viel optische Dynamik. Das gesamte Rendering wurde deutlich erweitert, auf PBR (Physically Based Rendering) umgestellt, damit das virtuelle Licht umfangreicher, realistischer und damit wesentlich glaubwürdiger mit den Materialien interagieren kann. Wir erspähen obendrein eine neue, sehr umfangreiche Globale Beleuchtung ("Global Illumination"), neue Schatten und detaillierte Spiegelungen, die auch dynamische Objekte wie etwa die Figuren Ihrer Bevölkerung widerspiegelt.

Bildergalerie
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Des Nachts erhellen Fackeln und Feuerschalen sowie die hell erleuchteten Fenster Ihrer Bürger die Dunkelheit - und jede Lichtquelle wirft eigene Schatten. Sehr hübsch! Hübsch ist obendrein die ausgebaute Nebel- und Wolkendarstellung. Letztere sehen Sie in Iso-Perspektive nur selten. Allerdings ist auch der "Nebel des Krieges" ausgebaut worden und nutzt nun dichte, schicke volumetrische Wolken neben weiß-gräulichem Dunst, den bereits Anno 1800 in ähnlicher Form verwendete.

Der Bodennebel sammelt sich etwa in Wäldern unter dichtem Laub und Nadelbäumen. Auch im sumpfigen Moor, in Vertiefungen im Terrain und in Gruben hängt sich die schicke, atmosphärische Diesigkeit fest. Der Bodennebel ist für das Gameplay nahezu unerheblich, allerdings sorgt er für viel optischen Flair.

Eine wichtige Gameplay-Funktion erfüllt dagegen das erwähnte Terrain, schließlich wollen Sie darauf Ihre Siedlungen errichten. Die Terraindarstellung hat ebenfalls ein tüchtiges Upgrade erhalten. Rein optisch sind die Materialien deutlich aufgewertet worden, es kommt großzügig Tessellation zum Einsatz und Details wie Stöcke, Wurzeln, Geröll oder Pflastersteine aus dem Polygon-Terrain. Der Detailgrad ist dabei gegenüber Anno 1800 deutlich gestiegen. Das betrifft nicht nur die Beleuchtung, das feiner aufgelöste Terrain und die neuen Wettereffekte, sondern auch nahezu alle Elemente. Auch die Gebäude, die Charaktermodelle, die Vegetation, die Wasser- und Wellendarstellung und Weiteres sind wesentlich detailreicher als im bereits sehr hübschen Anno 1800. Grafisch verspricht Anno 117 ein wahres Fest zu werden - und schickt sich bereits jetzt an, Anno 1800 als Dauer-Benchmark abzulösen.
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