Insta360 stellt sich der Konkurrenz: Mit der Insta360 X6 bringt der Hersteller die nächste Generation seiner beliebten X

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ww_michael
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Insta360 stellt sich der Konkurrenz: Mit der Insta360 X6 bringt der Hersteller die nächste Generation seiner beliebten X

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Kamera an und alles gleichzeitig filmen, statt das Motiv ständig im Blick zu haben? 360-Grad-Kameras machen es möglich. Und die Konkurrenz wächst: Während Insta360 den Markt lange fast allein bespielte, sind mittlerweile auch GoPro und DJI mit eigenen Produkten am Start. Mit der Insta360 X6 will der Hersteller aber zeigen, wer der Boss im 360-Grad-Kamera-Ring ist. Das Motto: Von allem mehr! Wie gut das klappt, zeigt unser Test.

Insta360 X6 im Test: Eine neue Größe

Insta360 stellt bei der X6 nahezu alles auf den Prüfstand, angefangen bei den Maßen: Die neue Kamera ist exakt 10 Zentimeter hoch – und damit fast 2,5 Zentimeter kleiner als der Vorgänger. Dafür geht sie ein wenig in die Breite. Auf das Gewicht hat das aber keinen negativen Einfluss, im Gegenteil: Die Insta360 X6 brachte im Test mit eingelegtem Akku gerade einmal 196 Gramm auf die Waage. Die Kamera bietet nach wie vor die Schutzklasse IP68. Sie ist damit staub- und wasserdicht. Laut Insta360 kann die X6 aber nun sogar bis zu einer Tiefe von 20 Metern auf Tauchkurs gehen.

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Ansonsten hat sich am Aufbau wenig getan: An der Front gibt es neben dem Logo noch ein Mikrofon, auf der Rückseite einen 2,32-Zoll-Bildschirm zur Bedienung. Am auffälligsten sind nach wie vor die beiden herausstehenden Linsen, die für die 360-Grad-Aufnahmen bereitstehen und somit oft der erste Auflagepunkt sind. Nutzerinnen und Nutzer sollten deshalb Vorsicht bei der Nutzung walten lassen.

An den Seiten befinden sich zwei Fächer: eines für den USB-C-Anschluss zur Ladung des Akkus und zur Datenübertragung, auf der gegenüberliegenden Seite findet der Akku selbst seinen Platz. Hier ist außerdem ein Fach für eine microSD-Karte. Je nach Aufnahmepensum ist das auch notwendig. Für den Anfang reichen aber erst einmal die 47 Gigabyte interner Speicher.

Druck statt haptischer Tasten

Ein Grund für die kompakteren Maße: Insta360 verzichtet bei der X6 komplett auf Tasten unterhalb des Bildschirms, diese wandern hingegen an die rechte Seite. Hierüber startet man das Gerät und die Aufnahme. Die restlichen Einstellungen nimmt man hingegen über das Touch-Display vor. Hier befinden sich an der Unterseite nun zwei Bereiche, die ebenfalls für Settings herhalten oder die Aufnahme starten – allerdings muss man dafür kräftiger auf das Display drücken. Das ist gewöhnungsbedürftig und klappt nicht so gut wie zuvor mit haptischen Tasten.

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Generell geht die Bedienung aber gut von der Hand, Tipper und Wischbewegungen am Display werden meist schnell und zuverlässig umgesetzt. Die Verzögerung zwischen Eingaben und Umsetzung ist nur minimal.

Es gibt zudem noch eine gute Alternative: die umfangreiche App. Auch hier lassen sich die gewünschten Einstellungen vornehmen und etwa Modi oder Auflösung ändern. Was die App noch alles kann, erfahren Sie im Absatz zur App.
Insta360 X6 Test: Halt dich fest

Für die Befestigung an Zubehör gibt es mehrere Wege: Neben dem klassischen 1/4-Zoll-Gewinde an der Unterseite steht auch wieder eine magnetische Schnellhalterung bereit. Es handelt sich um Zubehör, auf das Insta360 bei seinen Produkten seit einigen Jahren setzt und das auch mit der X6 kompatibel ist.

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Läuft? Läuft!

Sind Sie bereit für lange Drehtage? Die gute Nachricht: Die Insta360 X6 ist es. Der Hersteller verspricht im Vergleich zum Vorgänger eine um bis zu 51 Prozent längere Laufzeit. Demnach sind bei 8K/30 fps bis zu 140 Minuten möglich. IMTEST hat die Akkulaufzeit natürlich selbst unter die Lupe genommen und weiß: So wirklich stimmen die Aussagen nicht. Die deutliche Laufzeiterhöhung zum Vorgänger ließ sich im Test nicht bestätigen. Und auch die 140 Minuten waren nicht korrekt, denn: Im Test reichte eine volle Akkuladung bei 360-Grad-Aufnahmen in 8K mit 30 fps sogar für 156 Minuten! Also noch einmal mehr, als Insta360 angibt.

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Diese Zahlen sind natürlich immer mit Vorsicht zu genießen, denn je nach Aufnahmemodus, Einsatzzweck und Umgebungstemperatur kann die Laufzeit schwanken. Wer die Bilder in der Sekunde hochschraubt, hat weniger Laufzeit, wer auf das Einzelobjektiv und 4K/30 fps setzt, vermutlich deutlich mehr. Fest steht aber: Allzu schnell ist die Aufnahme nicht vorbei. Der zweite Akku samt Ladecase des Essentials Bundle sorgt außerdem für nahezu keine Drehpausen.
Speicherplatz knapp bemessen

Einziges Hindernis beim Dauereinsatz dürfte der Speicherplatz werden. Denn gerade 8K-Aufnahmen bei 50 fps knabbern massiv am verfügbaren Platz: Eine einzige Minute in diesen Einstellungen belegte im Test bereits 1,4 Gigabyte, laut Kamera sind 34 Minuten bei diesen Settings möglich. Der 47 Gigabyte große interne Speicher ist also rasend schnell voll. Selbstverständlich kann man den Platz bei Bedarf mit einer microSD-Karte erweitern.

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Insta360 X6 Test: Bekannte Modi

Bei den Aufnahmeoptionen beschränkt sich die Kamera längst nicht auf 360-Grad-Videos. Mit dem Zeitraffer lassen sich lange Abläufe auf wenige Sekunden komprimieren, während TimeShift eine vergleichbare Wirkung mit stärkerem Fokus auf bewegte Motive bietet. Hinzu kommen Zeitlupen und Loop-Aufnahmen. Für längere Fahrten ist außerdem der Straßenmodus interessant. Die X6 kann dabei wie eine Dashcam eingesetzt werden und überschreibt ältere Aufnahmen automatisch, sobald der zuvor festgelegte Speicherplatz ausgeschöpft ist.

Besonders praktisch ist der Modus „InstaFrame“, nun in Version 2.0. Die Kamera erstellt dabei zwei Versionen derselben Aufnahme: ein vollständiges 360-Grad-Video für die spätere Bearbeitung und gleichzeitig einen automatisch ausgerichteten Clip. Letzterer kann ohne zusätzliche Perspektivwahl oder Nachbearbeitung direkt auf Social Media & Co. geteilt werden. Wer seine Aufnahmen schnell veröffentlichen möchte, spart sich damit einen Teil der sonst nötigen Arbeit in der Postproduktion.

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So sieht es in der Theorie aus

Auch bei den technischen Daten gibt es von allem mehr: Die maximale Auflösung liegt nach wie vor bei 8K-Auflösung (7.680 x 3.840 Pixel). Das klingt erst einmal dramatisch viel, ist es aber gar nicht, da sich die Auflösung auf beide Objektive verteilt, die entsprechend mit 4K (3.840 x 2.160 Pixel) aufnehmen – und zwar bei einem Bereich von 360 Grad. Je nach gewähltem Ausschnitt ist das Bild dann nicht mehr ultrahochauflösend. Dabei sind jetzt bis zu 50 Bilder in der Sekunde (frames per second, fps) möglich, zuvor waren es noch 30. Das sorgt insgesamt für einen flüssigeren Bildlauf. Wer die Auflösung runterschraubt, bekommt bis zu 100 Bilder in der Sekunde.

Die Insta360 X6 ist außerdem wieder als Action-Cam nutzbar und setzt dafür auf den Flat-Modus. Hierbei ist nur ein Objektiv aktiv, bei 4K-Auflösung sind dann 120 Bilder in der Sekunde drin. Alternativ steht auch eine 5K-Auflösung bereit, hier sind bis zu 60 fps möglich.

Fotos knippst die X6 im 360-Grad-Modus mit bis zu 120 Megapixel, im flachen Modus und im Verhältnis 1:1 sind es 42 Megapixel.

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So sieht es in der Praxis aus

Viele tolle Werte, doch überzeugt die Kamera auch in der Praxis? In weiten Teilen ja. Im Insta360 X6 Test waren die Farben kräftig, ohne zu überzeichnen und unnatürlich zu wirken. Kontraste werden in der Regel und vor allem mit HDR gut eingefangen. Das klappt auch bei unterschiedlicher Helligkeit – helle Motive im Hintergrund sehen dann nicht aus, als würden sie direkt im Flutlicht stehen. Die Schärfe ist gut, je nach Ausschnitt und schon bei leichtem Zoom wird das Bild aber schnell griselig. Gleiches gilt bei schnellen Bewegungen. Für Letzteres ist natürlich wieder ein Bildstabilisator an Bord, der das Bild auf Spur hält, wenn es mal wieder wackelig wird. Gut: Erschütterungen werden zuverlässig ausgebügelt, Bewegungen aber nicht gänzlich eliminiert. Die Videos wirken also weiterhin realistisch und nicht wie auf Schienen geführt.

Für Aufnahmen bei wenig Licht und in der Nacht gibt es den PureVideo-Modus. Dieser hellt Videos je nach Setting deutlich auf. Bei Zwielicht gab es im Test wenig Unterschiede zwischen dem normalen Video- und dem PureVideo-Modus. Details und Farben wurden minimal besser dargestellt. Bei Dunkelheit sieht es noch einmal anders aus. Hier werden Lichtquellen sichtbar aufgehellt, was Drehtermine unter diesen Bedingungen vereinfacht oder überhaupt erst ermöglicht, wo andere Kameras kapitulieren. Die Videos sehen aber trotzdem oft unnatürlich überzeichnet aus.

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Insta360 X6 Test: Kann sich hören lassen

Beim Audio bessert Insta360 ebenfalls nach. Gesprochene Worte sind bei der X6 besser zu verstehen als noch zuvor. Im Test war der Sound klasse und gerade Monologe wunderbar zu verstehen. Aber: Man hört schnell, wenn man sich zu weit vom Mikrofon entfernt. Dennoch: Gerade Vlogger dürften sich über diese Verbesserung freuen.

Das Hauptmikrofon befindet sich weiterhin an der Vorderseite und schützt gut vor Windrauschen. Wichtig, wenn man viele actionreiche Aufnahmen plant und ständig mit dem Fahrtwind kämpft. Gerade nach feuchtfröhlichen Einsätzen, etwa nach einem Tauchgang, sollte man jedoch einige Stunden warten, bevor man mit Sprachaufnahmen loslegt. Die Feuchtigkeit kann die Aufnahmequalität wie beim Vorgänger hörbar beeinflussen. Interessant: Ein weiteres Mikrofon wurde extra für Motorradfahrer konzipiert und soll die röhrenden Maschinen noch besser einfangen.

App für Aufnahmen und Bearbeitung

Die App „Insta360“ für Android und iOS ist auch bei der Insta360 X6 die zentrale Anlaufstelle. Hier lassen sich nicht nur Aufnahmen starten und die Kamera konfigurieren, sondern vor allem die fertigen Clips komfortabel bearbeiten. Belichtung, Länge und Bildausschnitt können nachträglich angepasst werden. Gerade bei 360-Grad-Aufnahmen ist die Wahl der Perspektive wichtig, sofern die Videos nicht auf Plattformen wie YouTube oder Facebook landen, die das 360-Grad-Format unterstützen. Für die Suche nach dem passenden Ausschnitt muss man dabei nicht ständig über das Display wischen. Stattdessen lässt sich das Smartphone einfach in die gewünschte Richtung bewegen, wodurch sich die Perspektive fast so verändert, als würde man sich innerhalb einer Kugel umsehen. Das wirkt anfangs ungewohnt, funktioniert nach kurzer Eingewöhnung aber erstaunlich intuitiv. Wer lieber am Rechner arbeitet, kann alternativ „Insta360 Studio“ für Windows und Mac verwenden.

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Noch einfacher geht die Nachbearbeitung mit den automatischen Funktionen. Wer bei der Aufnahme nicht bereits den „InstaFrame“-Modus genutzt hat, kann dafür mindestens drei Clips auswählen und von der App analysieren lassen. Anschließend erstellt Insta360 daraus ein fertiges Video mit passenden Übergängen, Musik und ausgewählten Motiven. Das Ergebnis lässt sich anschließend weiterhin individuell anpassen oder direkt exportieren. Auch die Bearbeitung von Material durch die KI ist nach wie vor möglich, aber auf wenige Einsätze beschränkt. Wer mehr will, muss Geld bezahlen.
Insta360 X6: Preis, Editionen und Zubehör

Zum Verkaufsstart am 12. August 2026 stehen wieder allerlei Editionen mit verschiedenen Zubehörkombinationen zur Verfügung. IMTEST bekam für den Insta360 X6 Test das Essentials Bundle zur Verfügung gestellt, es steht aber auch eine etwas günstigere Standard-Version bereit.

Standard Version
Neben der Insta360 X6 beinhaltet das Paket ein USB-C-Ladekabel, einen Linsenschutz, einen Akku und ein kleines Reinigungstuch für die Linse. Der Preis: 699 Euro.
Essentials Bundle
Für einen Aufschlag von 100 Euro bekommt man neben Kamera, Kabel, Linsenschutz und Tuch noch eine Linsenkappe aus Silikon, einen 114 Zentimeter langen Selfie-Stick sowie gleich zwei Akkus. Für die gleichzeitige Ladung ist außerdem ein Ladecase enthalten, das zugehörige USB-C-Kabel ist fester Bestandteil des Cases und wird an der Unterseite verstaut. Der Preis für das Bundle: 799 Euro.

Außerdem gibt es natürlich wieder jede Menge Zubehör einzeln zu kaufen. Ein Linsenschutz kostet zwischen 28 Euro und 46 Euro. Ist es für den Schutz zu spät und eine der Linsen kaputt, gibt es die Möglichkeit für einen Tausch. Das Einzelset kostet 24 Euro, zwei Linsen liegen bei 33 Euro. Mit einer unsichtbaren Tauchhülle für fast 185 Euro kann man bis zu 60 Meter tief tauchen.

Fazit: Insta360 hat alles im Blick

Insta360 X6 bessert in wichtigen Bereichen spür- und sichtbar nach – mit Blick auf die Konkurrenz aus dem Hause DJI der richtige Weg. Die Bildqualität ist unverändert gut, vor allem die natürlichen Farben und Kontraste machen Spaß. Die neuen Maße sind keine zu große Neuheit, dafür aber die Touch-Felder im unteren Teil des Bildschirms, die die haptischen Tasten aber nur bedingt ersetzen können. Die Kamera ist nun ohne zusätzliches Gehäuse bis zu einer Tiefe von 20 Metern wasserdicht.

Bei der Akkulaufzeit legt Insta360 ebenfalls eine Schippe drauf, im Test reichte eine volle Ladung bei 8K-Auflösung und 30 Bildern in der Sekunde für 156 Minuten. Auch der Klang wurde noch einmal überarbeitet, Worte sind nun vor allem nah an der Kamera gut verständlich – ideal für Vlogger. Der interne Speicher ist nett, mit 47 Gigabyte aber auch knapp bemessen. Abgerundet wird das Angebot von der umfangreichen App, die bis auf einige KI-Zusatzfunktionen kostenlos ist.
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